Stress Reset - mehr Gelassenheit im Alltag
Ein Erlebnistag für Stressprävention und mentale Gesundheit
Stress verstehen und eigene Muster erkennen
Was genau ist Stress? Warum bringen uns manche Situationen aus dem Gleichgewicht, während wir andere scheinbar mühelos bewältigen? Und wie können wir lernen, mit Belastungen so umzugehen, dass sie nicht dauerhaft unsere Gesundheit und Lebensqualität beeinträchtigen?
Stress gehört zum Leben. Kurzfristig kann er uns aktivieren, unsere Aufmerksamkeit steigern und uns helfen, Herausforderungen zu meistern. Werden Belastungen jedoch zum Dauerzustand, fehlen Erholungsphasen und geraten unsere persönlichen Ressourcen aus dem Gleichgewicht, kann Stress zur ernsthaften Herausforderung werden.
In diesem interaktiven "Stress Reset" Tag machen wir individuelle Stressmuster sichtbar, hinterfragen hinderliche Denk- und Verhaltensweisen und entwickeln konkrete Strategien, um Belastungen bewusster zu begegnen. Ziel ist es, neue Handlungsspielräume zu entdecken und stressbedingter Erschöpfung frühzeitig entgegenzuwirken.
Wie entsteht Stress?
Stress entsteht nicht allein durch äußere Anforderungen. Entscheidend ist auch, wie wir eine Situation bewerten, welche Erfahrungen wir mitbringen und welche Möglichkeiten wir sehen, mit einer Herausforderung umzugehen.
Die persönlichen Stressauslöser – auch Stressoren genannt – sind so vielfältig wie unser Alltag:
- Hohe berufliche Anforderungen: Zeitdruck, Terminhäufungen, Multitasking und das Gefühl, an mehreren Baustellen gleichzeitig arbeiten zu müssen.
- Perfektionismus und hohe Ansprüche: Der Wunsch, alles richtig zu machen, niemanden zu enttäuschen und den eigenen Erwartungen stets gerecht zu werden.
- Unklare Strukturen: Fehlende Prioritäten, mangelnde Unterstützung, unklare Verantwortlichkeiten oder eine schlechte Organisation.
- Ständige Reizüberflutung: E-Mails, Nachrichten, soziale Medien, Lärm und die Erwartung, jederzeit erreichbar zu sein.
- Soziale und familiäre Belastungen: Konflikte, Sorgen, hohe Verantwortung und das Gefühl, es allen recht machen zu müssen.
- Hinderliche Denkmuster: Katastrophisieren, negative Verallgemeinerungen, Selbstzweifel oder der innere Anspruch, keine Schwäche zeigen zu dürfen.
Manchmal ist es eine einzelne Herausforderung, häufig ist es das Zusammenspiel vieler Faktoren. Hinzu kommen persönliche Erfahrungen, Überzeugungen und Verhaltensmuster, die sich über Jahre entwickelt haben.
Der erste Schritt zu einem besseren Umgang mit Stress ist, die eigenen Auslöser zu erkennen und zu verstehen. Denn erst wenn wir wissen, was uns unter Druck setzt, können wir gezielt etwas verändern.
Wie reagiert unser Körper und Psyche auf Stress?
Unser Körper verfügt über ein hochwirksames Stresssystem. Es hat sich im Laufe der Evolution entwickelt, um uns in Gefahrensituationen schnell handlungsfähig zu machen. Wird eine Bedrohung wahrgenommen, mobilisiert der Organismus Energie: Herzschlag und Atmung verändern sich, die Muskeln werden stärker durchblutet und unsere Aufmerksamkeit richtet sich auf das, was gerade wichtig erscheint.
Diese Reaktion ist grundsätzlich sinnvoll. Sie hilft uns, kurzfristige Herausforderungen zu bewältigen. Im heutigen Alltag entsteht Stress jedoch häufig durch Situationen, vor denen wir weder fliehen noch die wir unmittelbar bekämpfen können – etwa durch Termindruck, Konflikte, hohe Arbeitsbelastung oder anhaltende Sorgen.
Bleibt unser Stresssystem dauerhaft aktiviert, kann das Folgen haben. Mögliche Anzeichen sind:
- Verspannungen und körperliche Unruhe
- Gereiztheit und erhöhte innere Anspannung
- Ein- und Durchschlafprobleme
- Gedankenkreisen und Konzentrationsschwierigkeiten
- Das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen
- Zunehmende Erschöpfung und emotionale Überforderung
Lang anhaltender Stress kann zudem gesundheitliche Risiken erhöhen und bestehende Beschwerden verstärken. Dazu können unter anderem Herz-Kreislauf-Probleme und psychische Erkrankungen gehören. Auch die Entwicklung eines Burnouts kann durch chronische Überlastung begünstigt werden.
Deshalb ist es wichtig, Warnsignale ernst zu nehmen und frühzeitig gegenzusteuern – nicht erst dann, wenn Körper und Psyche bereits deutlich an ihre Grenzen geraten.
Was können wir gegen Stress tun?
Stress lässt sich nicht einfach auf Knopfdruck ausschalten. Es gibt jedoch wirksame Möglichkeiten, akute Anspannung zu regulieren und langfristig einen gesünderen Umgang mit Belastungen zu entwickeln.
Dabei reicht es häufig nicht aus, nur einzelne Entspannungstechniken zu kennen. Entscheidend ist, die Ursachen und persönlichen Muster zu verstehen, eigene Handlungsspielräume zu erkennen und Veränderungen im Alltag umzusetzen.
Mit psychologischem Wissen, Coaching-Impulsen, Selbstreflexion und praktischen Übungen betrachten wir sowohl die unmittelbare Stressreaktion als auch die Bedingungen, die Stress immer wieder entstehen lassen.
Gemeinsam arbeiten wir daran,
- persönliche Stressauslöser und Warnsignale frühzeitig wahrzunehmen,
- eigene Denk- und Verhaltensmuster besser zu verstehen,
- belastende Situationen aus neuen Perspektiven zu betrachten,
- realistische Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln,
- Grenzen zu setzen und Prioritäten bewusster zu gestalten,
- die eigenen Ressourcen und die Selbstwirksamkeit zu stärken,
- wirksame Strategien für akute Belastung und langfristige Regeneration aufzubauen.
Dabei geht es nicht darum, allen Anforderungen gerecht zu werden. Vielmehr geht es darum, bewusster zu entscheiden, was wichtig ist, wo Veränderungen möglich sind und wie wir gut für uns selbst sorgen können.
Die Inhalte
Stressoren, Denk- und Verhaltensmuster identifizieren
Eine von mir häufig gestellte Frage: Warum triggert Sie das? Was steckt dahinter? Oft verbergen sich dahinter frühere Erfahrungen, die dazu geführt haben, dass sich störende Denk- und Verhaltensmuster eingeprägt haben. Wir hinterfragen diese Muster und bewerten Reizsituationen neu.
Oder sind es äußere Bedingungen, die wir nur bedingt beeinflussen können? Gibt es Bedingungen, die wir gar nicht beeinflussen können?
All das gilt es zunächst abzuwägen und basierend auf 3 Kriterien einen Plan zu erstellen, Maßnahmen zu erarbeiten.
Beeinflussbar von mir selbst, beeinflussbar durch andere, gar nicht beeinflussbar.
Bewegung zum Abbau von Stresshormonen
Bewegung hilft Stress im Körper abzubauen. Wir haben zu wenig Zeit, hetzen von Termin zu Termin ... erkennen Sie ein Muster? Auch kleine Bewegungseinheiten helfen schon unseren Körper in Schwung zu bringen. Ein flotter Spaziergang in der Mittagspause oder nach Feierabend, ein paar Dehnübungen (zur Lösung von Verspannungen), die Treppe nehmen, statt den Aufzug, nach dem Aufstehen eine Runde ums Haus gehen, die Arme schwingen lassen ... ich gebe Ihnen die Ideen, Sie arbeiten dann an der Umsetzung.
Entspannung, Atemtechniken als Akut-Hilfe und Regeneration
Progressive Muskelentspannung, Achtsamkeitsübungen, diverse Atemtechniken
Durch das systematische An- und Entspannen verschiedener Muskelgruppen lernen Sie, Spannungen zu erkennen, zu reduzieren und Stress körperlich zu verarbeiten. Die Übungen werden begleitet von ruhiger Atmung und Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Körper.
Und was genau ist Achtsamkeit (Mindfulness)?
Im Moment leben, den Moment aufmerksam und nicht wertend aufnehmen.
Achtsamkeit stärkt die Wahrnehmung von Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen und Sinneseindrücken im Hier und Jetzt. Außerdem fördert sie Akzeptanz und Gelassenheit und verbessert die Regulierung von Stressreaktionen.
Wie atmen wir richtig? Welche Methoden gibt es um uns in akuten Stresssituationen zu regulieren und die Ruhe zu bewahren. All das lernen Sie hier.
Lösungsorientierung, Probleme/Hindernisse verstehen
Oft verharren wir zu lange im "Problem", statt auf Lösungen hinzuarbeiten. Was sind unsere Stärken und Kompetenzen? Was haben wir schon bewerkstelligt? Wir lösen innere Blockaden indem wir unsere Perspektive öffnen, unsere Selbstwirksamkeit stärken und mehr Selbstvertrauen gewinnen.
Prioritäten und Zeitmanagement
Sie lernen Coping Strategien, Priorisierung von Aufgaben, sowie das Setzen von Grenzen. Durch kleine Veränderungen in Ihrem Verhalten, Ihren Bewertungen, sogar unserem Vokabular erlangen Sie die Kontrolle über sich selbst und Ihr Leben.
Veranstaltungsort - Termine und Uhrzeiten - Preise
Termine
derzeit sind keine Termine geplant.
Auf Anfrage setzen wir gerne wieder neue Termine auf.
199,- Euro pro Person
Anmeldung
Die Anmeldung kann per E-Mail an jacquelineberndt@psychotherapieraum.de oder per Telefon 0152 5598 9446 erfolgen. Gerne können Sie auch das u.s. Kontaktformular dafür nutzen. Bitte geben Sie dafür Ihren vollständigen Namen, E-Mail Adresse und Telefonnummer an. Sie erhalten dann eine Eingangsbestätigung mit Zahlungsinformationen. Eine Buchungsbestätigung, sowie eine Wegbeschreibung zum Veranstaltungsort, wird nach Zahlungseingang versendet.
Ich freue mich auf Sie!
